Kampf für Ausbau „Münster-Lünen“ hat sich gelohnt

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Kampf für Ausbau „Münster-Lünen“ hat sich gelohnt

Gutachten: „Deutschlandtakt“ erfordert zwei Gleise auf 30 Kilometern

Kreis Coesfeld / Berlin. „Das ist ein Riesenerfolg für den Kreis Coesfeld und das ganze Münsterland“, freut sich der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann: Für den von der Deutschen Bahn vorgesehenen „Deutschlandtakt“ ist ein zweigleisiger Ausbau der Schienenverbindung von Münster bis nach Werne erforderlich. Dies sei das Ergebnis einer Untersuchung zum Deutschlandtakt und entspreche einem Ausbau von knapp 30 Kilometern. Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, habe dies auf Anfrage bestätigt. „Dafür haben wir in der Union vehement gekämpft“, unterstreicht Henrichmann.

Gemeinsam mit Karl Schiewerling, seinem Vorgänger als Bundestagsabgeordneter, sowie mit Sybille Benning und Reinhard Sendker, den CDU-Abgeordneten aus Münster und dem Kreis Warendorf, galt es für Henrichmann in den vergangenen Jahren, viele Klinken zu putzen. Der energische Einsatz hat sich gelohnt: „Wir fühlen uns gegenüber allen Zweiflern voll bestätigt“, betont er.

Mit dem Deutschlandtakt will die Bahn einen integralen Taktfahrplan mit optimalen Anschlüssen für das gesamte Angebot ermöglichen. Das gilt vom Hochgeschwindigkeitsverkehr bis zur Regionalbahn. Gleichzeitig berücksichtigt der Deutschlandtakt die für einen wachsenden Güterverkehr erforderlichen Streckenkapazitäten und die im Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehenen Infrastrukturmaßnahmen.

Im November 2018 war die Schienenverbindung von Münster nach Lünen in den „vordringlichen Bedarf“ aufgerückt. Nun folgte durch die Deutschlandtakt-Gutachter die Bestätigung für die Notwendigkeit, die gesamte Strecke zwischen Münster und Werne zweigleisig auszubauen.

Nicht nur durch die aktuellen Instandsetzungsarbeiten, sondern schon seit Jahren gebe es dauerhaft Verspätungen auf der Strecke. „Deshalb müssen wir die Kapazitäten deutlich erhöhen, insbesondere mit Blick auf die vielen Pendler und Reisenden in der Region“, erläutert Henrichmann die Notwendigkeit des Streckenausbaus. Während Experten landesweit bis 2030 mit einem Bevölkerungsrückgang von 3,3 Prozent rechnen, prognostizieren sie für Münster derzeit ein Bevölkerungszuwachs von über zehn Prozent.