„Kampagne für die Hauswirtschaft“ gewünscht

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Wie die große Koalition haushaltsnahe Tätigkeiten unterstützt, erläuterte der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann im Gespräch mit Wilma Losemann vom Deutschen Hauswirtschaftsrat. Foto: Büro Marc Henrichmann

Kampagne für die Hauswirtschaft“ gewünscht

MdB Henrichmann im Gespräch mit Wilma Losemann

Billerbeck. Eine „Kampagne für die Hauswirtschaft“ wünscht sich Wilma Losemann, „ähnlich wie es sie für die Pflege gibt“. Die Vizepräsidentin des Deutschen Hauswirtschaftsrates, die von Billerbeck aus ihr Unternehmen „Losemann Haushaltshilfe“ leitet, begrüßte jetzt den Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann. Im Gespräch mit dem CDU-Politiker wurde deutlich, dass der Koalitionsvertrag einiges für die stark wachsende Branche enthält.

Klar spricht sich die große Koalition dafür aus, erwerbstätigen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. „Dazu sehen CDU, CSU und SPD auch Zuschüsse für haushaltsnahe Dienstleistungen vor“, erklärte Henrichmann. Ein weiterer Effekt: Damit fördere der Bund zudem die legale, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von Frauen, was Wilma Losemann besonders begrüßte – gerade vor dem Hintergrund, dass es ihr zwar nicht an Aufträgen, dafür aber an Mitarbeitern fehle.

Bei Unternehmen, die haushaltsnahe Leistungen erbringen, sollten mindestens 51 Prozent der Mitarbeiter sozialversicherungspflichtig beschäftigt sein, heißt es in einem Positionspapier des Hauswirtschaftsrats. Wilma Losemann, die in Billerbeck, Dülmen, Lüdinghausen, Olfen und Warburg 240 Mitarbeiter beschäftigt, erreicht diese Quote längst. Aus der Ecke der Schwarzarbeit sei ihre Branche schon lange hinaus, betonte sie: „Hauswirtschaft ist eine gewerbliche Arbeit, das ist auch in den Köpfen der Kunden angekommen“. Wie Mitarbeiter zu „Alltagsbegleitern“ qualifiziert werden und die Frage, warum die Umsatzsteuerpflicht bei Anbietern von Haushaltshilfen unterschiedlich gehandhabt werde, waren weitere Themen.