Homeoffice in der Feuerwache

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Rundgang durch die Feuerwache: Marc Henrichmann (r.) informierte sich unter anderem bei Manfred Overbeck, Leiter der Feuerwehr Senden, über die aktuellen Anforderungen der Brandschützer. Foto: Büro Marc Henrichmann

Homeoffice in der Feuerwache

MdB Henrichmann im Gespräch mit Brandschützern aus dem Kreis

Senden. Um Hilfe zu leisten, brauchen die Feuerwehren im Kreis Coesfeld eine moderne Ausrüstung und engagierte Einsatzkräfte. Um beides ging es beim Besuch des heimischen Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann in der Wache in Senden.

Dort kam der CDU-Politiker ins Gespräch mit Kreisbrandmeister Christoph Nolte, Sendens Feuerwehr-Chef Manfred Overbeck, Bürgermeister Sebastian Täger und Brandschützern aus dem Kreis. Die freiwilligen Kräfte sind die Stütze der Feuerwehren, Verstärkung ist erwünscht. Anerkennungspunkte für die Rentenversicherung oder verkürzte Wartezeiten für einen Studienplatz könnten Anreize fürs Ehrenamt schaffen, meinte Henrichmann. Er appellierte aber auch, die „Debatte um einen Pflichtdienst nicht zu ersticken“.

Ein Problem im Kreis Coesfeld, wo viele Blauröcke zum Arbeitsplatz pendeln, ist die Tagesverfügbarkeit. Gut, wenn Arbeitgeber im Falle eines Falles ihre Mitarbeiter freistellen. In Senden ist die Bereitschaft dazu da, ein Dankesschreiben des Bürgermeisters an die Unternehmen sei „sehr gut angekommen“, betonte Overbeck. Ein Negativbeispiel sei dagegen eine Behörde außerhalb des Kreises, die sich weigere, ihre Azubis zu Einsätzen ausrücken zu lassen. Eine Idee aus Reihen der Brandschützer, damit zwischen Alarm und Eintreffen am Einsatzort wenig Zeit vergeht: Wie wäre es, wenn Unternehmen interessierten Angestellten das Homeoffice nicht in den eigenen vier Wänden, sondern in der Feuerwache einrichten?

Mehr Planungssicherheit wünschten sich die Feuerwehren in Hinblick auf ihre Ausstattung mit Fahrzeugen. Nicht immer sei klar, wann das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe die benötigten Autos liefere. Außerdem seien Atemschutz- oder Funkgeräte häufig nicht kompatibel mit der im Kreis Coesfeld genutzten Technik, erfuhr Henrichmann. Mit Vorfreude blicken die Brandschützer auf eine neu zu errichtende Atemschutzübungsstrecke, die sich Kreisbrandmeister Nolte idealerweise in Dülmen vorstellen könnte.