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dav

Flüchtlingsfrage nur gemeinsam lösbar

Parlamentarischer Austausch: Marc Henrichmann trifft Delegation aus
Tunesien

Berlin / Kreis Coesfeld. Die Gefahr durch islamistischen Terror, die Flüchtlingsproblematik,
aber auch der weitere Aufbau der noch jungen Demokratie in Tunesien standen im
Mittelpunkt eines parlamentarischen Austausches, zu dem Marc Henrichmann in Berlin eine
Delegation aus dem nordafrikanischen Land empfangen hat. Zu Gast beim CDUBundestagsabgeordneten
für den Wahlkreis Coesfeld – Steinfurt II war Mohsen Marzouk,
einer der einflussreichsten Oppositionspolitiker Tunesiens. Den Kontakt hatte Kader Selmi
aus Havixbeck vermittelt, der dem dortigen CDU-Gemeindeverband angehört.
Henrichmann und Marzouk erörterten ausführlich die aktuelle Sicherheitslage. Einig zeigten
sie sich darin, dass beide Länder durch den internationalen Terrorismus bedroht seien und
gemeinsam gegen islamistische Gefährder vorgehen müssten. Wichtiges Thema war auch
die Anerkennung der Maghreb-Staaten als sichere Herkunftsländer und die Rückkehr
abgelehnter tunesischer Asylbewerber in ihr Heimatland. „Wir haben intensiv darüber
gesprochen, wie wir unsere Maßnahmen angesichts der Flüchtlingsströme abstimmen
können“, resümierte der Bundestagsabgeordnete. Auch Tunesien selbst ist betroffen: Viele
Menschen aus Ländern südlich der Sahara sind auf dem Weg nach Europa dort gestrandet.
Gemeinsames Anliegen ist es, die Demokratie in Tunesien weiter zu stärken. Beide
Gesprächspartner sahen die Notwendigkeit, auch Frauen und Jugendliche an diesem
Prozess zu beteiligen. Marzouk engagiert sich für einen Übergang zur Demokratie in der
arabischen Welt. 2016 gründete er eine neue Partei, die sich für einen säkularen Rechtsstaat
einsetzt und gegen Korruption und Terrorismus kämpft. Begleitet wurde er unter anderem von
Khawla Ben Aicha. Die 29-Jährige zählt zu den jüngsten Abgeordneten des tunesischen
Parlaments.

Hier können Sie die Pressemitteilung als PDF downloaden.