Familienzentrum wird zum „Haus der kleinen Forscher“

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Verstärkung hatten die kleinen Forscher für ihre Buddelarbeit: Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann (2.v.r.), Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr (3.v.r.), Andrea Hahn (3.v.l.) vom Bildungsbüro sowie Christine Hullerum (l.), Dominik Brocks (r.) und Marcel Sieverding vom Familienzentrum St. Gerburgis packten mit an. Foto: Büro Marc Henrichmann

Familienzentrum wird zum „Haus der kleinen Forscher“

Kinder nehmen Abgeordneten und Landrat mit auf Entdeckungsreise

Nottuln. Die kleinen Dinge des Alltags haben oft einen großen Reiz – vor allem für neugierige Nachwuchsforscher. Mit viel Wissensdurst untersuchten Kinder aus dem Familienzentrum St. Gerburgis in Nottuln, wie Müll entsteht und vor allem wie Müll vermieden werden kann. Auf ihre Entdeckungsreise nahmen sie auch den Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann und Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr mit.

Anlass war der bundesweite „Tag der kleinen Forscher“, den die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ alljährlich in Kitas und Grundschulen ausruft. Begeistert zeigte sich Henrichmann davon, wie die Experimentierlust geweckt wird. „Den Kindern wird vermittelt: Das kannst Du, probier es einfach aus“, stellte der CDU-Politiker fest. Dr. Schulze Pellengahr hob hervor, wie wichtig es sei, das Programm in Grundschulen fortzusetzen. „Das Interesse an mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern ist da“, betonte er.

In ihrem Forschungsprojekt hatten die Kindergartenkinder vor zwei Wochen allerlei Müll im Garten des Familienzentrums verbuddelt. Nun griffen sie zu Spaten und gruben Plastikfolien, Joghurtbecher, Bananenschalen und Tetrapacks wieder aus, um sie anschließend zu sortieren. Dabei fanden sei heraus, wie wenig sich die Abfälle zersetzt hatten. Von den pädagogischen Fachkräften Dominik Brocks und Marcel Sieverding erfuhren sie, dass Plastiktüten nach 20 Jahren und Plastikflaschen sogar erst nach 450 Jahren verrottet sind.

Wir möchten den Kindern nahe bringen, wertschätzend mit der Natur und ihren Ressourcen umzugehen“, erklärte Christine Hullerum, Leiterin des Familienzentrums. Unterstützt wird sie ebenso wie 70 weitere Kindertagesstätten im Kreis Coesfeld, von denen 20 als „Haus der kleinen Forscher“ zertifiziert sind, vom Regionalen Bildungsnetzwerk. „Wir bilden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kindertageseinrichtungen fort und versorgen sie mit Materialien und Input für Forschungsprojekte“, berichtete Andrea Hahn vom Bildungsbüro. Dabei helfe die Förderung durchs Bundesbildungsministerium: „Das gibt uns Rückenwind“.