Fahrgäste schätzen die höflichen Chauffeure

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Sonst sitzen Berend Hagedorn (vorne, r.) und Gerhard Meyer selbst auf dem Sattel, diesmal ließen sie sich von Marc Henrichmann fahren. Mit dabei waren Hermann Roters (3.v.l.) von der Evangelischen Gemeinde sowie Werner Ossig, Elisabeth Stüper, Norbert Bolz und Ulrich Hollender (v.l.) von der CDU. Foto: Büro Marc Henrichmann

Fahrgäste schätzen die höflichen Chauffeure

MdB Henrichmann unterwegs im Bürgerbus und in der Fahrradrikscha

Havixbeck. Wie bleiben Menschen auf dem Land mobil? Antworten auf diese Frage zu finden, gehört für den Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann zu den zentralen Aufgaben der Politik. Einen wichtigen Beitrag vor Ort leisten Ehrenamtliche. Zwei Beispiele, den Verein Bürgerbus Baumberge und die Initiative Leezenglück, besuchte der CDU-Politiker auf seiner Sommertour durch den Wahlkreis.

10.000 Passagiere nutzten 2018 die beiden Bürgerbuslinien zwischen Havixbeck und Nottuln, 2019 kamen bisher 5.000 der Aufforderung „Fahr mit über den Berg!“ nach „Wir befördern oft Fahrgäste vom Stift Tilbeck, dem Marienstift und dem Krankenhaus Nottuln“, erklärte Geschäftsführer Ludger Große-Lordemann. Auch Schüler und Senioren, die im Nachbarort einen Kaffee trinken möchten, freuen sich über das Angebot.

Sie halten mit großem Einsatz Menschen mobil“, meinte Henrichmann anerkennend. Diese Wertschätzung erfahren die 25 Fahrerinnen und Fahrer häufiger. „Wir hören oft: Gut, dass es euch gibt“, berichtet Günther Altfeld, Fahrer aus Havixbeck. Die Bürgerbus-Chauffeure gelten als höflich und hilfsbereit. Ab Ende des Jahres sind sie mit einem moderneren Gefährt unterwegs, das den alten Bus ersetzt. Der hat immerhin 370.000 Kilometer auf dem Tacho.

Angekommen in Havixbeck, trat der Abgeordnete in die Pedale. Er testete eine der beiden Fahrradrikschas der Initiative „Leezenglück“. Das 25-köpfige Team unternimmt pro Woche zwei bis drei Ausflüge mit Senioren, die selbst nicht mehr radeln können. Im gemächlichen Tempo geht es nach Hohenholte, zum Haus Stapel oder durch die neuen Baugebiete. „Viele staunen, wie sich Havixbeck entwickelt“, berichteten Berend Hagedorn und Gerhard Meyer, zwei der Rikschafahrer. Sie wünschen noch besser ausgebaute Wege sowie Strecken, die einem bestimmten Thema gewidmet sind. Ein Literaturpfad zur Burg Hülshoff wäre zum Beispiel für viele Fahrgäste interessant. Unterstützt wird das Projekt mit EU-Mitteln der Leader-Region Baumberge sowie vom Land, der Bürgerstiftung Havixbeck und der Volksbank Baumberge-Stiftung, Träger ist die Evangelische Gemeinde.

Nach einer kleinen Rundfahrt berichtete Henrichmann dann aus Berlin, wo als eine Form der Mobilität der Zukunft das autonome Fahren im Gespräch ist. „Möglich ist das aber nur, wenn die Autos untereinander Daten austauschen“, erklärte der Abgeordnete. Deshalb setzt er sich für einen pragmatischen Datenschutz ein. „Sonst verlieren wir den Anschluss in einer Zukunftstechnologie.“

Vor der Abfahrt: Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann und Elisabeth Stüper von der CDU Havixbeck mit Willi Hülsmann, Hans Koenen, Ludger Große-Lordemann, Hubert Hanning und Günther Altfeld (v.l.) vom Bürgerbus-Team. Foto: Büro Marc Henrichmann