„Einseitiges Bauern-Bashing muss aufhören“

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Immer wieder spricht Marc Henrichmann mit Landwirten, wie hier im Januar in Nottuln. Das einseitige Bauern-Bashing kann er nicht nachvollziehen. (Archivfoto)

Einseitiges Bauern-Bashing muss aufhören

Henrichmann zeigt Verständnis für Protest / Veränderungen sind nötig

Kreis Coesfeld / Kreis Steinfurt. Großes Verständnis hat der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann für die heutigen (28. Mai) Proteste der Landwirte. Mit Traktoren waren viele von ihnen auch aus seinem Wahlkreis Coesfeld / Steinfurt II nach Münster gefahren, um ihrem Ärger über Bundesumweltministerin Svenja Schulze Luft zu machen. „Einseitige Schuldzuweisungen, wie sie die Ministerin gegenüber der Landwirtschaft vorgebracht hat, sind nicht sachgerecht und spalten die Gesellschaft“, betont der CDU-Politiker. „Das Bauern-Bashing muss aufhören, nur gemeinsam erreichen wir Veränderungen in der Landwirtschaft.“

Hintergrund der neuerlichen Demonstration ist der Bericht zur „Lage der Natur in Deutschland“, den die Ministerin vergangene Woche vorgelegt hat. Artenschwund sei „insbesondere eine Folge intensiver Landwirtschaft“, heißt es darin. „Das ist viel zu kurz gesprungen“, ärgert sich Henrichmann. „Landwirte stehen mit in der Verantwortung, dessen sind sie sich bewusst“, erklärt er. Sie dürften aber nicht zu alleinigen Sündenböcken abgestempelt werden. „Wir brauchen ein Miteinander von Landwirtschaft, die uns mit regionalen Lebensmitteln versorgt, und Umwelt- und Naturschutz“, unterstreicht der Bundestagsabgeordnete.

Im Wahlkreis spricht der CDU-Parlamentarier häufig mit Landwirten und dem Landwirtschaftlich Kreisverband. „Die allermeisten Landwirte sind zu den notwendigen Veränderungen bereit“, hat Henrichmann dabei festgestellt. Das funktioniere aber nur mit- und nicht gegeneinander, setzt er weiter auf Dialog.