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Die Gefahr durch Extremismus, der Klimaschutz und ob soziale Medien Wahlen beeinflussen waren einige der Themen, die die Schülerinnen und Schüler mit Marc Henrichmann diskutierten. Foto: Büro Marc Henrichmann

Einmischen und mit diskutieren

Henrichmann beantwortet Schülerfragen im Rupert-Neudeck-Gymnasium

Nottuln. Vom Wahlrecht ab 16 über Klimaschutz bis hin zu Fake News: Der Grund- und Leistungskurs Sozialwissenschaften der Jahrgangsstufe Q1 des Rupert-Neudeck-Gymnasiums in Nottuln hatten für seinen Besucher eine Fülle von Fragen vorbereitet. Der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann lieferte nicht nur Antworten, sondern diskutierte vor allem mit den Schülerinnen und Schülern und Lehrerin Christine Kuthe.

In seiner CDU-/CSU-Fraktion ist der Havixbecker unter anderem für politische Stiftungen zuständig. Das Gespräch mit jungen Leuten und politische Bildung sind ihm deshalb wichtige Anliegen. Das gilt gerade vor dem Hintergrund von Drohungen gegen Politiker, aber auch gegen Rettungskräfte und Ehrenamtler. „Wer andere im Netz beleidigt und beschimpft, darf sich nicht sicher fühlen“, betonte er. Dass die Bundesregierung schärfere Strafen gegen Hasskommentare plane, begrüßte er deshalb.

Gefragt sah er aber auch die Schülerinnen und Schüler. „In manchen Diskussionen entsteht der Eindruck, die Extremisten hätten Überhand gewonnen“, stellte Henrichmann fest. Er ermunterte dazu, sich einzumischen und mit zu diskutieren. „Gewalt, auch sprachliche Gewalt, ist nie ein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung.“

Ob denn soziale Medien Wahlen beeinflussten, lautete eine Frage aus dem Kurs. Die Gefahr, dass Fake News gestreut würden, sah der CDU-Politiker durchaus. „Deshalb ist es wichtig, Nachrichten immer kritisch zu prüfen“, empfahl er. Den Wahlerfolg der AfD zuletzt in Thüringen mache ihn nachdenklich. Seine Antwort darauf: „Politik muss Lösungen anbieten“. Das gelte auch für den Klimaschutz. „Deutschland muss hier technologischer Vorreiter werden“, erklärte er. Dann würden auch andere Länder mitziehen.