Drei Dörfer besser vernetzt

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Nahm auf der Mitfahrerbank Platz: Marc Henrichmann (3.v.l.), die stellvertretende Landrätin Anneliese Haselkamp (2.v.l.) und Annegret Lülf-Reinersmann (4.v.l.) mit weiteren Mitgliedern der Bürgerstiftung und der CDU-Ratsfraktion. Foto: Büro Marc Henrichmann

Drei Dörfer besser vernetzt

MdB Henrichmann informiert sich über Projekte in Rosendahl

Rosendahl. Wie bleiben Menschen auf dem Land mobil, wie wohnen sie künftig und wie leben und arbeiten sie? Diese Fragen beschäftigen die Politik in Berlin. Gute Anregungen für die Diskussionen dort findet der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann in seinem Wahlkreis – zum Beispiel in Rosendahl. Dort informierte sich der CDU-Politiker im Rahmen seiner Sommertour über die „Mitfahrerbank“ und das Förderprogramm „Jung kauft Alt!“.

Je eine Mitfahrerbank in Darfeld und Holtwick sowie zwei in Osterwick ermöglichen seit Herbst schnelle Verbindungen zwischen den Ortsteilen. Wer dort Platz nimmt, wird mitgenommen. „Nur wenige Minuten“ habe sie auf eine Mitfahrgelegenheit gewartet, versicherte Annegret Lülf-Reinersmann, Vorsitzende der Bürgerstiftung Rosendahl. Eine tolle Idee, fand Henrichmann. „Denn der öffentliche Personennahverkehr kann nicht alles leisten“, sah er hier eine pfiffige Ergänzung, die die drei Dörfer besser miteinander vernetzt.

Auch in Sachen Wohnen hat sich die Gemeinde etwas einfallen lassen. Wer in einer der drei Ortslagen einen Altbau erwirbt, um ihn selbst zu bewohnen, kann sich fördern lassen. „Jung kauft Alt!“ heißt das Programm, das zum Jahresende ausläuft, aber mit „Feinjustierungen“, so Bürgermeister Christoph Gottheil, in die Verlängerung gehen soll. Älteren Menschen, die in seniorengerechtes Wohnen umziehen möchten, werde es erleichtert, ihr Haus an Jüngere zu verkaufen, stellte Henrichmann fest und fand: „Eine echte Win-Win-Situation“.

In einer Runde mit Mitgliedern der CDU-Ratsfraktion wurde dann noch intensiv diskutiert – zum Beispiel über eine mögliche CO2.-Steuer. „Die soziale Frage wird dabei viel zu wenig beachtet“, meinte der Bundestagsabgeordnete. Schon jetzt habe Deutschland sehr hohe Energiepreise. „Wir müssen die Energiewende klug hinkriegen, dann ziehen die Menschen mit“, erklärte er. Die Erfolge auf den Weg dahin sollten nicht klein geredet werden. Der Kohlekompromiss sei „das größte CO2-Reduzierungs-Programm der Welt“, betonte er.

Auch um die Frage, inwieweit Berufsabschlüsse von Migranten anerkannt werden sollten, ging es. „Wer etwas kann und sich einbringen will, soll eine Chance haben“, betonte der Parlamentarier. Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz eröffne Möglichkeiten. Er wandte sich aber dagegen, berufliche und sprachliche Anforderungen an Flüchtlinge abzusenken.