Digitale Infrastruktur im Kreis stärken

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Über aktuelle Projekte zum Ausbau der digitalen Infrastruktur informierte sich Marc Henrichmann bei Dr. Jürgen Grüner und Jochen Wilms (v.r.). Foto: Büro Marc Henrichmann

Digitale Infrastruktur im Kreis stärken

MdB Henrichmann informiert sich bei wfc über Einsatz von Bundesmitteln

Kreis Coesfeld. Niedrige Arbeitslosenzahlen auf der einen, niedriges Wirtschaftswachstum auf der anderen Seite: Die wirtschaftlichen Kenndaten aus dem Kreis Coesfeld scheinen widersprüchlich – und zeigen Handlungsbedarf auf. Glasfaser- und Mobilfunknetze werden ausgebaut, mit einer Reihe innovativer Maßnahmen will die Wirtschaftsförderung Kreis Coesfeld (wfc) das Arbeiten im ländlichen Raum noch attraktiver machen. Dabei helfen auch Programme aus Berlin. Über anstehende Projekte informierte sich daher der heimische Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann im Gespräch mit wfc-Geschäftsführer Dr. Jürgen Grüner und dem Breitbandkoordinator des Kreises Coesfeld, Jochen Wilms.

Wir brauchen flächendeckend 5G“, zeigte sich der CDU-Politiker überzeugt, selbst wenn der neue Mobilfunkstandard nicht überall zeitgleich eingeführt werden könne. Nur so sei zum Beispiel eine digital aufgestellte Landwirtschaft – Stichwort „Smart Farming“ – möglich, nur so habe das Münsterland eine Perspektive als Modellregion für vernetztes Fahren.

Warum die Digitalisierung weiterhin einen Schub benötigt, verdeutlichte Dr. Grüner mit zunächst positiven Zahlen. Nie gab es weniger Arbeitslose, nie mehr sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Doch seit 2014 schwächelt der Kreis im Vergleich zum Münsterland und zu ganz NRW beim Bruttoinlandsprodukt. „Gewachsen sind die Unternehmen, indem sie in der Vergangenheit neue Mitarbeiter eingestellt haben“, erläuterte Dr. Grüner. Doch nun ist der Arbeitsmarkt wie leergefegt: Für mehr Wachstum müsse daher die Produktivität gesteigert werden, und hier bietet die Digitalisierung aus seiner Sicht ideale Ansätze, Produkte und Geschäftsprozesse besser zu machen.

Genau dazu werden im Kreis Coesfeld die Rahmen gesteckt, auch mit Unterstützung des Bundes. Und es geht voran: „Fast 60 Prozent haben demnächst direkten Zugang zur Glasfaser“, betonte Wilms. Deutschlandweit seien es gerade sieben Prozent. Beratungsgelder für die konzeptionellen Vorarbeiten sowohl beim Glasfaser- als auch beim Mobilfunk-Ausbau würden abgerufen, erklärte Dr. Grüner, und legten so wichtige Grundlagen, auf den Telekommunikationsmarkt einzuwirken und letztlich einen eigenwirtschaftlichen Ausbau zu erreichen. Ergänzend laufen verschiedene Projekte im Bereich Fachkräftesicherung und Technologie- und Innovationsförderung, die innovative Arbeitsformen und weiteres Wachstum der Unternehmen ermöglichen sollen.