Dickes Lob für unbürokratische Corona-Hilfen

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Wie Billerbecker Unternehmen durch die Corona-Krise kommen, darüber informierten sich Marc Henrichmann (Mitte) sowie Franz-Josef Schulze Thier und Marco Lennertz (v.l.) von der CDU unter anderem bei Lukas und Thomas Heimbach (v.r.). Foto: Büro Marc Henrichmann

Dickes Lob für unbürokratische Corona-Hilfen

Marc Henrichmann und Billerbecker CDU besuchen Unternehmer

Billerbeck. Dickes Lob für die Corona-Soforthilfen des Bundes und großes Interesse an einem Stadtgutschein mit weiteren Vergünstigungen: Dies waren zwei Botschaften, die der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann und der CDU-Stadtverband bei einer Tour durch die Billerbecker Geschäftswelt mitnahmen. Gemeinsam erkundigten sie sich bei Unternehmern, wie sie bisher durch die Pandemie-Zeit gekommen sind, aber auch nach ihren Erwartungen an Bundes- und Kommunalpolitik. Corona hat viele Unternehmer hart getroffen – sie gaben den Politikern deshalb auch einige Hausaufgaben mit auf den Weg.

Unproblematisch“ sei es gewesen, die Corona-Soforthilfen des Bundes zu beantragen, betonte Meinrad Bruns vom Modehaus Bruns. Das „unbürokratische Verfahren“ hob Olaf Niermann von Mennemann Exklusives Wohnen hervor. Er kritisierte aber ebenso wie Thomas Heimbach von Heimbach Augenoptik & Hörakustik das Rückmeldeverfahren, mit dem die Betriebe über die Verwendung der Corona-Hilfe Auskunft geben müssen. Manche Unternehmer befürchten nun, mitten in der Krise Gelder zurückzahlen zu müssen. Den Zeitpunkt hielt auch Henrichmann für unglücklich – konnte aber darauf verweisen, dass das Land die Prüfungen gestoppt habe. Dennoch sei es sinnvoll, die Verwendung der Mittel im Blick zu behalten, „denn es geht um Steuergelder“.

Eine gute Auftragslage verzeichnete Inneneinrichter Olaf Niermann: „Mancher hat wegen Corona seinen Urlaub storniert und lieber ins Wohnzimmer investiert“. In der Modebranche ist die Kauflaune dagegen weniger ausgeprägt. „Festliche Kleider für die Kommunion oder Anzüge für den Abiball sind nicht gefragt“, stellte Meinrad Bruns fest. Auch der Gastronomie fehlen die Feste. „Die Stornierungen im März waren ein Schock“, berichtete Tinus Niehoff von der Weissenburg. Mittlerweile füllt sich sein Haus aber wieder mit Tagungsgästen und Fußballvereinen. Schutz- und Hygienemaßnahmen werden hier konsequent eingehalten, ebenso in der Domschenke. Petra und Frank Groll müssen dort allerdings weiter auf ihre Kernkundschaft warten: „Geschäftsleute aus aller Welt dürfen derzeit nicht reisen“.

Um die Kauflust vor Ort anzukurbeln, plant die Billerbecker CDU nach dem Vorbild anderer Kommunen weitere Anreize für den Stadtgutschein. 20 Prozent on top könnte es demnach beim Kauf eines Gutscheins geben, finanziert von der Stadt. „Das stabilisiert den Einzelhandel und hält Arbeitskräfte in Billerbeck“, ist Fraktionschef Marco Lennertz überzeugt. Das Interesse der Geschäftsleute daran ist jedenfalls groß.

Die Gastronomie steht durch Corona vor besonderen Herausforderungen, die Petra und Frank Groll (l.) dem Abgeordneten Marc Henrichmann sowie Marco Lennertz und Franz-Josef Schulze Thier (v.r.) von der CDU schilderten. Foto: Büro Marc Henrichmann