Biologisches Zentrum platzt aus allen Nähten

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Irmtraud Papke (2.v.l.) und Dr. Rolf Brocksieper (3.v.r.) stellten Marc Henrichmann (3.v.l.), den CDU-Ratsmitgliedern Anke Austrup (2.v.r.) und Dr. Klaus Waldt sowie Inge Bartsch vom CDU-Stadtverband Lüdinghausen das urbane Gärtnern vor. Foto: Büro Marc Henrichmann

Biologisches Zentrum platzt aus allen Nähten

MdB Henrichmann informiert sich über Ausbau und Arbeit der Einrichtung

Lüdinghausen. Wer seine Umwelt kennt und erlebt, ist eher dazu bereit, sie zu bewahren: Dies hat der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann immer wieder festgestellt. „Deshalb ist die Arbeit des Biologischen Zentrums Kreis Coesfeld so wertvoll“, betonte er jetzt in Lüdinghausen. Hier wird einer stark wachsenden Zahl von Besuchern Verständnis für die Natur und für ökologische Zusammenhänge nahe gebracht. „Wir platzen aus allen Nähten“, stellte Dr. Rolf Brocksieper, Vorsitzender des Trägervereins, beim Besuch des CDU-Politikers fest und zeigte ihm auch gleich die Baustelle für den dringend notwendigen Ausbau.

300.000 Menschen haben in fast 30 Jahren das Gelände besucht, auf dem einst Landwirtschaftliche Realschüler Ackerbau und Viehzucht in der Praxis lernten. „Ein großer Schub setzte 2017 ein“, berichtete Dr. Brocksieper. Da wurde die Einrichtung als Regionalzentrum ins Landesnetzwerk BNE aufgenommen – wobei die Abkürzung für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ steht.

Mit Hilfe der BNE-Förderung des Landes NRW kann das Biologische Zentrum freie Referenten weiterbilden, sich besser mit Schulen vernetzen und auch selbst Lehrer und Erzieherinnen fortbilden. „Das Projekt ist ein Segen“, erklärt der Trägervereins-Vorsitzende. Allerdings sei es mit einiger Bürokratie verbunden, was auch am kurzen Förderzeitraum von nur einem Jahr liege. „Drei Jahre wären besser“, meinte Dr. Brocksieper. Eine Anregung, die Henrichmann auch mit Blick auf vergleichbare Bundesprojekte mit nach Berlin nehmen will.

Die Zahl der Besucher steigerte sich seit dem BNE-Start nahezu auf fast 20.000. „Etwa 8.000 von ihnen sind Schülerinnen, Schüler und Kindergartenkinder“, berichtete Dr. Irmtraud Papke, die das Zentrum leitet. Angelockt werden sie auch durch die fast 1.000 Veranstaltungen pro Jahr

Die Strahlkraft geht weit über den Südkreis hinaus. Das zeigt sich an den Gemeinden, Verbänden und Unternehmen aus dem ganzen Kreis Coesfeld, die sich dem Trägerverein angeschlossen haben. „Wir sind nicht nur ein Lüdinghauser Pflänzchen“, betonte Dr. Brocksieper. Damit dieses Pflänzchen weiter gedeiht, sind die Bagger angerollt. Bis Jahresende soll ein An- und Umbau fertiggestellt sein und mehr Platz für Archiv, Schulungen und Verwaltung bieten.