Amerika erleben, wie es wirklich ist

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Begeistert aus Bellingham zurückgekehrt: Die PPP-Stipendiatin Carolin Bröker berichtete dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann über ihr Jahr in den USA. Foto: Büro Marc Henrichmann

Amerika erleben, wie es wirklich ist

Carolin Bröker berichtet MdB Henrichmann von ihrem Jahr in den USA

Nottuln. Ein Jahr USA: Wenn Carolin Bröker von ihrer Zeit in Bellingham erzählt, leuchten die Augen der jungen Nottulnerin. Ermöglicht wurde die Reise durch das Parlamentarische Patenschafts-Programm (PPP). Von den Tücken der Jobsuche, der politischen Einstellung im Nordwesten Amerikas und Ausflügen bis nach Hawaii berichtete sie jetzt dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann. Der CDU-Politiker hatte für das Jahr die Patenschaft übernommen.

Das PPP ist eine tolle Möglichkeit, die USA so zu erleben, wie sie wirklich ist“, empfiehlt Henrichmann, sich für ein Stipendium zu bewerben. Carolin Bröker stimmt zu: „Es gibt keine bessere Chance im Leben“, schwärmt sie auch gut einen Monat nach der Heimkehr. Seit 1983 vergibt der Deutsche Bundestag Stipendien für ein Austauschjahr an Schülerinnen und Schüler sowie junge Berufstätige. Mehr Informationen unter https://www.bundestag.de/ppp. Kurzentschlossene können sich fürs kommende Jahr noch bis zum 13. September bewerben.

Carolin Bröker hatte dabei Glück mit ihren Gasteltern, die schon mehrmals Gastkinder aufgenommen hatten, und mit ihrem Heimatort auf Zeit. „Bellingham liegt in einer richtig schönen Gegend, zwischen Seattle und Vancouver“. Ihr Gastvater half ihr bei der ersten kniffligen Entscheidung, dem Kauf eines Autos. Am Ende wurde es ein VW Jetta. „Ohne fahrbaren Untersatz wäre es in der sehr ländlichen Gegend nicht gegangen“, erzählte sie.

Auch die Suche nach einem Job erforderte viele Bewerbungen und Hartnäckigkeit. Es lohnte sich: Am Empfang des Colleges hatte sie viel mit Schülerinnen und Schülern zu tun. Und es blieb Zeit für Ausflüge ins Umland, für eine Tour entlang der Westküste und fürs Whale Watching. Auch ein Trip nach Washington gehörte zum Programm. In Bellingham selbst habe sie nur wenige Unterstützer des Präsidenten getroffen, berichtete sie. „Viele Demokraten fürchten aber, dass Trump wiedergewählt wird.“

In Nottuln legte Carolin Bröker nur einen Zwischenstopp ein. In wenigen Wochen beginnt sie in Heilbronn ein internationales Studium der Betriebswirtschaft. Und die nächste Reise in die USA plant sie auch schon. „Die Welt ist nach so einem Jahr einfach kleiner geworden“, findet sie. So weit weg seien die USA nun doch nicht.