Als „Junior-Botschafter“ in North Carolina

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Urkunde, Nummernschild und vor allem ganz viele wertvolle Eindrücke brachte Leonard Kimmel aus den USA mit. Über das Parlamentarische Austauschprogramm berichtete er dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann. Foto: Büro Marc Henrichmann

Als „Junior-Botschafter“ in North Carolina

Junger Sendener berichtet MdB Henrichmann über sein Jahr in den USA

Senden. Ein großes Abenteuer ist jetzt für Leonard Kimmel zu Ende gegangen: Mit dem Parlamentarischen Patenschafts-Programm des Deutschen Bundestags (PPP) war der 24-jährige Sendener für ein Jahr in die USA gereist. Dort besuchte er ein College, arbeitete in einem Autohaus und hatte nicht zuletzt die Aufgabe, Deutschland als eine Art „Junior-Botschafter“ zu vertreten. Von seinen Erlebnissen berichtete er jetzt dem heimischen Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann.

Ausgewählt für den Trip wurde er noch von Karl Schiewerling, Henrichmanns Vorgänger als direkt gewählter Abgeordneter für den Wahlkreis Coesfeld / Steinfurt II. „Das PPP ist eine tolle Möglichkeit, Auslandserfahrungen in den USA, unserem nach wie vor wichtigsten internationalen Partner, zu sammeln“, unterstrich der CDU-Politiker Henrichmann. Der Deutsche Bundestag vergibt seit 1983 Stipendien für ein Austauschjahr in Amerika an Schülerinnen und Schüler sowie junge Berufstätige.

Bevor es soweit war, absolvierte Kimmel ein umfangreiches Auswahlprogramm. Dazu gehörten „Lebenslauf, Motivationsschreiben und ein Auswahltag mit Gruppenarbeiten und Referaten“, zählte er auf. Die Mühe lohnte sich, denn der junge Sendener bekam den Zuschlag und düste im Sommer 2017 nach North Carolina. Sein erster Eindruck: „In den USA ist alles anders“, der Anfang war dementsprechend schwierig.

Ein neuer Führerschein musste gemacht, ein Auto gekauft, eine Sozialversicherungsnummer besorgt werden. Dann aber fand er Freunde auf dem College und wichtige Kontakte für die spätere Berufstätigkeit. „In eineinhalb Wochen wurde ich zum Autoverkäufer ausgebildet“, berichtete er schmunzelnd. So richtig gut klappte das nicht. Doch der gelernte Kfz-Mechatroniker, der nun in Osnabrück Fahrzeugtechnik studiert, durfte dann Fahrzeuge ausliefern und für die Kunden einrichten – hier war mehr der Techniker gefragt.

Viele Eindrücke sammelte er auch zum Abschluss bei einer Rundreise durch den Westen, die von Las Vegas über den Grand Canyon nach Kalifornien führte. Wer Lust hat, ebenfalls am PPP teilzunehmen, sollte „sich was trauen, offen sein und über den Tellerrand hinausschauen wollen“, lautete sein Rat. Ab Mai sind wieder Bewerbungen möglich unter https://www.bundestag.de/ppp.