Frauen fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit

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Ins Gespräch über Lohngleichheit kam der Bundestagsabgeordnete Marc Henrichmann unter anderem mit Ulla Röttger (3.v.l.) von der kfd und der Frauen-Union sowie mit der Gleichstellungsbeauftragten Svenja Hähnel (r.). Foto: Büro Marc Henrichmann

Frauen fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit

MdB Henrichmann besucht Infostand im Vorfeld des Equal Pay Days

Senden. Unter dem Motto „Transparenz gewinnt“ stand der bundesweite Equal Pay Day am Sonntag. Bereits am Samstag machten in Senden die Katholischen Frauengemeinschaften (kfd) St. Laurentius und St. Urban Ottmarsbocholt sowie das Gleichstellungsbüro der Gemeinde darauf aufmerksam, dass Frauen immer noch weniger verdienen als Männer – im Schnitt sind es 21 Prozent. An ihrem Infostand kamen sie nicht nur mit vielen Frauen ins Gespräch, sondern auch mit dem Bundestagsabgeordneten Marc Henrichmann, mit Bürgermeister Sebastian Täger und mit Pfarrer Klemens Schneider.

Wir setzen uns für gleiche Rechte und gleiche Entlohnung von Frauen und Männern ein“, versicherte der CDU-Politiker Henrichmann. Ihr Anliegen brachten die kfd-Mitglieder bei bitterer Kälte den Passanten und Kunden in den Geschäften näher. Unterstützt wurden sie besonders von der Parfümerie Palz, der Engel-Apotheke und vom Friseursalon Böttcher, die Produktproben zur Verfügung stellten. Diese verteilten die Frauen dann zusammen mit den Flyern. „Lohngerechtigkeit braucht Transparenz“ war darauf zu lesen, auch weil Transparenz für gerechtere Löhne sorgt.

Hier habe die Bundesregierung bereits viel erreicht, erklärte Henrichmann: Beschäftigte in Betrieben mit mehr als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben das Recht zu erfahren, welche Kriterien ihrem Entgelt zugrunde liegen. „Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten sind sogar ausdrücklich dazu aufgefordert sicherzustellen, dass Frauen und Männer gleiches Geld für gleiche Tätigkeiten bekommen“, so der CDU-Politiker. Dies müssen diese Betriebe auch in Lageberichten nachweisen.

Eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf werde helfen, die Entgeltlücke weiter zu schließen, zeigte sich Henrichmann überzeugt. Nach dem Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz führe die Regierung nun auch den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter ein. Ein Recht auf befristete Teilzeit werde zudem in Unternehmen mit mehr als 45 Mitarbeitern die Rückkehr in Vollzeit erleichtern.